Lexikon
Fachsprache rund um App-Entwicklung und Automatisierung, knapp erklärt: nur das, worauf es bei einer betrieblichen Entscheidung ankommt.
Abnahme einer Anwendung: der Moment, in dem aus Arbeit ein Ergebnis wirdMit der Übergabe erklärt der Auftraggeber, dass das Programm im Wesentlichen dem Vertrag entspricht. Daran hängen Zahlung, Beweislast und Fristen – Grund genug, sie nicht nebenbei zu erledigen.App-Wartung: was nach der Abnahme einer Anwendung weiterlaufen mussMit der Abnahme beginnt das Leben einer Anwendung erst. Abhängigkeiten altern, Browser ändern sich, Sicherheitslücken werden bekannt. Was dagegen hilft, ist planbare Pflege statt Feuerwehr.Auftragsverarbeitungsvertrag: wann er bei App- und KI-Projekten nötig istSobald ein Dienstleister personenbezogene Daten im Auftrag eines Unternehmens verarbeitet, verlangt die DSGVO einen eigenen Vertrag. Bei Anwendungen und KI-Vorhaben ist das häufiger der Fall, als man denkt.Barrierefreiheit von Webanwendungen: was das BFSG verlangt und was sich ohnehin lohntSeit Mitte 2025 gilt in Deutschland das BFSG. Es betrifft nicht jede Anwendung – aber wer Verbrauchern online etwas verkauft, sollte die Frage vor dem Entwurf klären.Festpreis oder Tagessatz: wie sich das Risiko im App-Projekt verteiltDie Wahl des Preismodells ist keine Rechenaufgabe, sondern eine Frage der Risikoverteilung. Wer sie vor dem Angebot versteht, vergleicht Angebote nicht nach der Summe, sondern nach dem, was dahintersteht.Geheimhaltungsvereinbarung: Vertraulichkeit vor dem ersten Gespräch über ein VorhabenWer über eine neue Anwendung spricht, zeigt Abläufe, Zahlen und manchmal Kundendaten. Eine NDA regelt, was mit diesen Informationen geschehen darf – und sie sollte vor dem Zeigen stehen, nicht danach.KI-Pilotprojekt: wie ein Versuch in den Betrieb kommt – oder sauber endetViele Versuche mit künstlicher Intelligenz überzeugen in der Vorführung und verschwinden danach. Der Unterschied zwischen Demo und Betrieb liegt in Messgröße, echten Daten, Prüfschritten und einer Entscheidung am Ende.KI-Richtlinie im Unternehmen: klare Regeln für den Umgang mit KI-WerkzeugenMitarbeiter nutzen Sprachmodelle längst, ob erlaubt oder nicht. Eine kurze, verständliche Regel legt fest, welche Werkzeuge in Ordnung sind, welche Daten tabu bleiben und wer bei Fragen entscheidet.KI-Strategie im Mittelstand: vom Werkzeugwunsch zur Reihenfolge von EntscheidungenEine Strategie für künstliche Intelligenz ist kein Dokument über Technologie, sondern eine Liste von Entscheidungen: wo KI eingesetzt wird, wo nicht, in welcher Reihenfolge und unter welchen Regeln.KI-Use-Cases finden und bewerten: welche Aufgaben sich für künstliche Intelligenz eignenNicht jede lästige Aufgabe ist ein Fall für künstliche Intelligenz. Eine nüchterne Bewertung nach Volumen, Fehlerkosten, Datenlage und Umbau trennt lohnende Vorhaben von teuren Experimenten.KI-Verordnung der EU: was sie für Unternehmen bedeutet, die KI einsetzenDie europäische Verordnung über künstliche Intelligenz richtet sich nicht nur an Anbieter großer Modelle. Auch Unternehmen, die KI-Systeme im eigenen Betrieb einsetzen, haben Pflichten – abhängig davon, wofür sie sie nutzen.Klickdummy: den Ablauf zeigen, bevor eine Zeile programmiert wirdEin Klickdummy ist eine anklickbare Attrappe der späteren Anwendung. Er kostet einen Bruchteil der Umsetzung und beantwortet die Frage, ob der Ablauf so überhaupt funktioniert.Lastenheft für eine App: was der Auftraggeber vor dem ersten Angebot aufschreibtEin gutes Anforderungsdokument beschreibt, was die Anwendung leisten soll, nicht wie sie gebaut wird. Es macht Angebote vergleichbar und legt die Grundlage für die spätere Prüfung.Native App oder Webanwendung: nach welchen Kriterien Unternehmen entscheidenDie Entscheidung hängt selten am Aussehen, sondern an vier Fragen: Was muss die Anwendung ohne Nutzer tun, welche Gerätefunktionen braucht sie, wie kommt sie zu den Leuten und wer pflegt sie in drei Jahren.Progressive Web App: eine Webanwendung, die sich wie eine App bedientEine PWA ist eine Webanwendung, die sich auf dem Startbildschirm ablegen lässt, kurze Funklöcher übersteht und ohne App-Store verteilt wird. Für viele Abläufe im Betrieb reicht das – für manche nicht.Werkvertrag bei der Entwicklung einer Anwendung: geschuldet ist das fertige ProgrammWer eine Anwendung bauen lässt, kauft kein Bemühen, sondern ein Ergebnis. Genau dafür hat das BGB einen eigenen Vertragstyp – mit Regeln, die man vor der Unterschrift kennen sollte.
Was soll bei Ihnen laufen, das heute nicht läuft?
Erzählen Sie uns, welcher Ablauf heute an einer Tabelle, an E-Mails oder an einer einzelnen Person hängt. Im Gespräch klären wir, ob eine Anwendung, eine KI-Lösung oder keins von beiden der richtige Schritt ist.